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Frag Lynne: „Was sind die natürlichen Feuchthaltefaktoren der Haut?“

28. September 2017

Blog-Leserin Mary hat gefragt:

„Liebe Lynne, ich lese immer mal wieder bei Hautpflege von natürlichen Feuchthaltefaktoren und NMF? Gibt es einen Unterschied? Und was bedeutet das genau?“

Für den Feuchtigkeitsgehalt der obersten Hautschicht sind die natürlichen Feuchthaltefaktoren verantwortlich. Im Englischen bezeichnet man die auch als „Natural Moiturizing Factor“ – diese Bezeichnung hat sich durchgesetzt und die Abkürzung NMF geprägt, die du schon einmal gelesen hast. Es gibt zwischen diesen beiden Begriffen keinen Unterschied!
Der natürliche Feuchthaltefaktor der Haut setzt sich zusammen aus einer Reihe von Bestandteilen der obersten Hautschicht. Die wichtigsten sind Hyaluronsäure, Harnstoff (Urea), Glycerin, Milchsäure und Natriumlaktat sowie weitere anorganische Salze. Alle diese Substanzen haben eine spezielle Eigenschaft gemeinsam, die sie zu Feuchthaltefaktoren werden lässt: Sie können Wasser binden und so in der Haut verankern. Die Hyaluronsäure kann beispielsweise Wasser bis zum 1000-fachen des eigenen Gewichtes speichern!
Die wichtigste Funktion unserer Haut ist die Barriere, die zum Schutz des Organismus vor dem Austrocknen und vor äußeren Einwirkungen dient. Die äußere Hautschicht (Epidermis) spielt dabei eine besondere Rolle: Sie ist die Kontaktfläche zur Umwelt und sollte unter verschiedensten klimatischen Bedingungen stets flexibel und geschmeidig sein. Für die Flexibilität und Widerstandskraft ist die Hautfeuchtigkeit wichtig. Sie wirkt in der Epidermis wie ein guter Weich- und Elastischmacher in einem System aus Lipid- und Proteinstrukturen. Die Hautfeuchte wird durch die besagten natürliche Feuchthaltefaktoren reguliert und diese werden im Prozess der Neubildung der Haut auch stetig nachgebildet.
Wer schon in jungen Jahren einen trockenen Hautzustand hat, bringt eine Veranlagung zu geringer Talgproduktion oder wenig Feuchthaltefaktoren mit. Mit zunehmendem Alter reduziert sich zusätzlich die Aktivität der Talgdrüsen sowie die hauteigene Produktion von Feuchthaltefaktoren. Dadurch wird eine Neigung zur Trockenheit weiter verstärkt und auch Menschen mit zuvor normaler oder fettiger Haut bemerken irgendwann die Symptome einer trockenen Haut. Das Gute: Die Feuchthaltefakoren sind bekannt und erforscht und können von außen über Hautpflegeprodukte gezielt zur Unterstützung und Stärkung aufgebracht werden.
Zusammengefasst: Produkte, die Hyaluronsäure, Urea, Glycerin, Milchsäure oder Natriumlaktat enthalten, stärken die Hautbarriere und machen die Haut elastisch und widerstandfähig.

Noch mehr Beauty-Fragen? Dann stelle sie gerne hier in den Kommentaren – oder jeden Montag ab 20 Uhr live in der Beauty Night.

Lynne

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