Color-Kosmetik

Beauty-Radar 2015: Strobing – Tipps zur richtigen Produktwahl für den strahlenden Effekt & mehr

19. August 2015
Hallo ihr Lieben!

Diesen Sommer kommt man in Beauty-Sparten von Magazinen und Websites nicht um einen Begriff herum: Strobing!
Das verstärkte, aber geschickte Platzieren von Highlighter auf erhabenen Gesichtspartien wird als Nachfolger des Contourings gehandelt. Das mag aktuell für die Anzahl der Schlagzeilen gelten, aber gewiss nicht beim Schminken. Schließlich handelt es sich sowohl beim Strobing als auch beim Konturieren um zeitlose Make-up-Techniken, die durchaus unterschiedliche Typen von Gesichtern ansprechen, vor allem aber nach Lust, Laune und Anlass eingesetzt werden können.
Frau Kirschvogel hat ebenfalls schon hier bei uns über den Trend und die Alltagstauglichkeit geschrieben – ihren Blog Post nebst Anleitung findet ihr hier. Ich möchte mich heute ergänzend auf ein paar weitere Aspekte konzentrieren.

Der „Strobing-Effekt“
Strobing lässt die Haut übermäßig strahlen und schafft Dimension – ohne dafür mit dunkleren Teintprodukten die Schatten herausarbeiten zu müssen, wie es beim Contouring gemacht wird. Plakativer, stumpfer Teint ist schon lange nicht mehr das Nonplusultra und Highlighter-Produkte gehören schon lange zu den Basics, die Intensität wird mit Strobing jedoch auf ein neues Level gehoben.
Während die Technik an sich sehr einfach ist, weil Highlighter viel verzeihen, liegt die wahre Herausforderung in der Auswahl des richtigen Produktes für ein homogenes Finish – schließlich bleiben grobe Schimmerpartikel nach wie vor unerwünscht! Ob ein feiner, subtiler Reflex mit einem illuminierendem Gesichtspuder oder Fluid oder ein nahezu metallischer Puder- oder Creme- Highlighter: Man hat die Qual der Wahl.
So wird Strobing aufgetragen
Diese Stellen im Gesicht werden beim Strobing betont und herausgearbeitet.
Das richtige Produkt für den „Strobing Look“
Für einen „skin-like“ Look eigenen sich vor allem flüssige oder cremige Produkte! Sie verschmelzen augenscheinlich mit der Haut und die Schimmerpigmente „betten“ förmlich darin. Trockene Haut profitiert je nach Produkt. Der Aufrag erfolgt intuitiv mit dem Finger oder wird mit einem Pinsel eingearbeitet und ausgeblendet. Nachteil: Kombiniert man es mit mattierendem Puder, zum Beispiel in der T-Zone, überprüft man besser die Übergänge. Außerdem eigenen sich die unterschiedlichen Texturen nicht für alle Bereiche des Gesichts gleich gut.
Bei Highlightern in Puderform findet man eine größere Auswahl und kann sich zwischen verschiedenen Schattierungen, Feinheitsgraden und Schimmereffekten entscheiden. Auf abgepudertem Teint lässt es sich bequem verteilen und es haftet auf öliger Haut gegebenenfalls besser. Der Auftrag mit einem Pinsel funktioniert sowohl großflächig als auch präzise und die Intensität kann sehr gut kontrolliert werden. Je nach Formulierung könnten Puder-Highlighter aber auch Gesichtshärchen betonen!
Während Highlighter im Allgemeinen nach Geschmack (zum Beispiel abgestimmt auf das Rouge oder den Lippenstift) gewählt wird, meine ich zu beobachten, dass beim Strobing der Farbton des Highlighters möglichst auf den Teint abgestimmt wird. Helle Typen greifen zu Beige oder Champagner; gebräunte und dunklere Hauttypen greifen zu wärmeren Nuancen wie Bronze oder Goldreflexen. Rosa, Peach und andere Blush-Farben sind außen vor.
Tücken beim Strobing
Changierende Finishes sind zwar besonders attraktiv und spannend anzuschauen, weil sie noch einmal mehr Dimension schaffen, das machen sie aber leider auch mit einzelnen Poren. Je größer diese sind, umso sparsamer sollte man mit Perlglanz-Finish sein. Auch bei einem unruhigen Hautbild durch Akne, Narben oder Fältchen empfiehlt es sich Strobing nicht zu wörtlich zu nehmen und eher Highlighter wählen, die das Licht konfus streuen, statt radial wie beim Perlglanz. Damit profitiert man auch vom kaschierenden Effekt, der über kleine Makel hinwegtäuschen kann.
Wem steht der „Strobing Look“?
Von Strobing profitieren definitiv die Frauen, die bereits ausgeprägte Konturen von Natur aus besitzen und bei denen Contouring ein zu „hartes“ Resultat erzielt. Zwar spricht nichts gegen das Kombinieren mit Blush, Bronzer oder Konturpuder, auch wenn der „echte“ Trend bzw. die Technik dies nicht vorsieht, doch wer den Look „rocken“ möchte, fokussiert sich auf die Highlights.
Ich mit meinem runden, prallen Gesicht verzichte eher auf die Technik, weil sie es noch fülliger aussehen lässt. Gerade jetzt im Sommer “glowe” ich vor Hitze sowieso von allein.
So wirkt Strobing in meinem Gesicht
So wirkt Strobing in meinem Gesicht
Auch ich stimme den Aussagen zu, dass Strobing gewiss nichts Neues ist. Bei Trends aus dem Bereich Beauty ist man aber weniger einschränkt als bei Fashion, denn schließlich gibt es Highlighter nicht nur eine Saison lang im Geschäft. Es geht also gefühlt weniger dogmatisch zu, so dass man sich „rosinenpickend“ inspirieren lassen kann und vielleicht entdeckt man durch das Strobing, das nun in aller Munde ist, eine schmeichelhafte Schminkmethode für sich.

Magi


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